Der Eiffelturm gehört zu den bekanntesten Bauwerken der Welt und prägt die Silhouette von Paris seit mehr als 135 Jahren. Heute erreicht der eiserne Turm einschließlich seiner Antennen eine Höhe von 330 Metern. Damit ist er deutlich höher als bei seiner Fertigstellung im Jahr 1889, als das Bauwerk ohne die später ergänzten Sendeanlagen 312 Meter maß.
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Hinweis: Überarbeitung und Faktencheck des Textes am 29.8.2026 (unter Zuhilfenahme von KI)
Doch die Höhe des Eiffelturms ist nur eine von zahlreichen bemerkenswerten Kennzahlen. Mehr als 18.000 Metallteile, rund 2,5 Millionen Nieten und ein Gesamtgewicht von etwa 10.100 Tonnen verdeutlichen die Dimensionen der Konstruktion. Gleichzeitig ist der Turm eine der meistbesuchten kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten weltweit. Im Jahr 2025 wurden rund 6,74 Millionen Besucher gezählt.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Der Eiffelturm ist einschließlich seiner Antennen 330 Meter hoch.
- Bei seiner Fertigstellung im Jahr 1889 betrug die Höhe 312 Meter.
- Die erste Besucheretage liegt auf rund 57 Metern, die zweite auf etwa 116 Metern und die obere Aussichtsplattform auf 276 Metern.
- Die Metallkonstruktion wiegt rund 7.300 Tonnen, das Gesamtgewicht liegt bei etwa 10.100 Tonnen.
- Für den Bau wurden 18.038 Metallteile und rund 2,5 Millionen Nieten verwendet.
- Die Bauzeit betrug nur zwei Jahre, zwei Monate und fünf Tage.
- Der Eiffelturm entstand für die Pariser Weltausstellung von 1889.
- Im Jahr 2025 besuchten rund 6,74 Millionen Menschen das Wahrzeichen.
- Seit 2022 erreicht der Eiffelturm durch eine neue Sendeantenne seine heutige Höhe von 330 Metern.
- Im Turm befinden sich unter anderem Madame Brasserie, das Sternerestaurant Le Jules Verne und eine Champagner-Bar an der Spitze.
Wie hoch ist der Eiffelturm?
Die aktuelle Gesamthöhe des Eiffelturms beträgt 330 Meter. Diese Angabe umfasst die Metallkonstruktion und die auf der Spitze installierten Antennen. Die heute gültige Höhe wurde im März 2022 erreicht, als eine neue digitale Radioantenne montiert wurde.
Das ursprüngliche Bauwerk war niedriger. Bei seiner Fertigstellung im Jahr 1889 erreichte der Eiffelturm einschließlich der damaligen Spitze 312 Meter. Der eigentliche Turmkörper wurde als ungefähr 300 Meter hohe Konstruktion geplant. Neue Antennen für Radio und Fernsehen ließen das Bauwerk im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderts mehrfach wachsen.
| Bereich | Höhe |
|---|---|
| Gesamthöhe mit Antennen | 330 Meter |
| Ursprüngliche Höhe 1889 | 312 Meter |
| Erste Etage | rund 57 Meter |
| Zweite Etage | rund 116 Meter |
| Obere Aussichtsplattform | 276 Meter |
Warum ist der Eiffelturm heute 330 Meter hoch?
Seine zusätzliche Höhe verdankt der Eiffelturm vor allem der Nutzung als Sendeanlage. Bereits früh erkannte Gustave Eiffel, dass wissenschaftliche Experimente und Funktechnik dabei helfen konnten, den ursprünglich nur vorübergehend geplanten Turm langfristig zu erhalten.
Im Jahr 1957 wurde durch neue Fernsehtechnik eine Höhe von rund 320 Metern erreicht. Eine weitere UHF-Antenne erhöhte den Turm im Jahr 2000 auf 324 Meter. Seit der Installation einer neuen Antenne im Jahr 2022 beträgt die Gesamthöhe 330 Meter.
Verändert sich die Höhe durch Wärme und Kälte?
Die Metallkonstruktion reagiert auf Temperaturunterschiede. Bei Wärme dehnt sich das Material geringfügig aus, bei niedrigen Temperaturen zieht es sich wieder zusammen. Die tatsächliche Veränderung der Gesamthöhe bewegt sich dabei lediglich im Millimeterbereich.
Deutlich größer können die Bewegungen der Spitze durch einseitige Sonneneinstrahlung ausfallen. Da sich die von der Sonne erwärmte Seite stärker ausdehnt als die übrigen Seiten, bewegt sich die Spitze im Verlauf eines sonnigen Tages leicht. Nach Angaben der Betreibergesellschaft kann sie dabei eine ungefähr kreisförmige Bewegung mit einem Durchmesser von rund 15 Zentimetern beschreiben. Auch starker Wind sorgt für leichte Bewegungen, ohne die Stabilität der Konstruktion grundsätzlich zu beeinträchtigen.
Geschichte des Eiffelturms: Von der Weltausstellung zum Wahrzeichen
Der Eiffelturm entstand als spektakuläres Bauprojekt für die Pariser Weltausstellung 1889. Die Ausstellung erinnerte zugleich an den 100. Jahrestag der Französischen Revolution. Gesucht wurde ein monumentaler Turm mit einer Höhe von rund 300 Metern, der den technischen Fortschritt Frankreichs sichtbar machen sollte.
Aus insgesamt 107 eingereichten Projekten wurde der Entwurf ausgewählt, der später zum Eiffelturm führte. Mit dem Bau begann ein Projekt, das für die damalige Zeit außergewöhnliche technische Anforderungen stellte und innerhalb erstaunlich kurzer Zeit verwirklicht wurde.
Der Entwurf stammt nicht allein von Gustave Eiffel
Der Eiffelturm wird häufig als alleiniger Entwurf von Gustave Eiffel bezeichnet. Tatsächlich entstand die grundlegende Idee jedoch bei den Ingenieuren Maurice Koechlin und Émile Nouguier, die für Eiffels Unternehmen arbeiteten. Der Architekt Stephen Sauvestre entwickelte den ursprünglichen technischen Entwurf gestalterisch weiter.
Gustave Eiffel erkannte das Potenzial des Projekts, unterstützte dessen Weiterentwicklung und setzte sich politisch und wirtschaftlich für die Umsetzung ein. Sein Unternehmen erhielt schließlich den Auftrag für den Bau. Dadurch wurde sein Name dauerhaft mit dem Turm verbunden.
Nur gut zwei Jahre Bauzeit
Die ersten Arbeiten an den Fundamenten begannen am 26. Januar 1887. Am 31. März 1889 war die Konstruktion fertiggestellt. Insgesamt dauerte der Bau zwei Jahre, zwei Monate und fünf Tage.
Ein wesentlicher Grund für dieses hohe Tempo war die präzise Vorbereitung. Die Bauteile wurden in den Werkstätten des Unternehmens in Levallois-Perret vorgefertigt. Jedes Element war zuvor exakt berechnet und gezeichnet worden. Auf der Baustelle mussten die einzelnen Komponenten anschließend montiert und miteinander vernietet werden.
Zwischen 150 und 300 Arbeiter waren zeitweise direkt auf der Baustelle beschäftigt. Weitere Beschäftigte arbeiteten in den Werkstätten an der Vorbereitung der Konstruktion.
18.038 Metallteile und 2,5 Millionen Nieten
Der Eiffelturm wirkt aus der Entfernung beinahe filigran. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine äußerst komplexe Metallkonstruktion. Insgesamt wurden 18.038 vorgefertigte Bauteile verwendet. Rund 2,5 Millionen Nieten verbinden die einzelnen Elemente miteinander.
Die Metallkonstruktion allein wiegt ungefähr 7.300 Tonnen. Werden Aufzüge, Plattformen, technische Einrichtungen und weitere Bestandteile berücksichtigt, kommt der gesamte Turm auf rund 10.100 Tonnen.
| Technische Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Metallteile | 18.038 |
| Nieten | rund 2,5 Millionen |
| Gewicht der Metallkonstruktion | rund 7.300 Tonnen |
| Gesamtgewicht | rund 10.100 Tonnen |
| Breite am Boden | 125 Meter |
| Bauzeit | 2 Jahre, 2 Monate und 5 Tage |
Vier Fundamente tragen den Turm
Die vier großen Pfeiler stehen auf massiven Fundamenten. Besonders anspruchsvoll waren die Arbeiten auf der Seine-Seite. Dort kamen wasserdichte Metallkästen und Druckluft zum Einsatz, damit unterhalb des Grundwasserspiegels gearbeitet werden konnte.
Die geschwungene Form der Pfeiler ist nicht allein aus gestalterischen Gründen entstanden. Die Konstruktion verteilt die auftretenden Kräfte und wurde so berechnet, dass sie dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche bietet. Die charakteristische Silhouette ist damit unmittelbar mit den technischen Anforderungen des Bauwerks verbunden.
Die drei Etagen des Eiffelturms
Für Besucher sind drei Ebenen von besonderem Interesse. Die erste Etage liegt ungefähr 57 Meter über dem Boden, die zweite rund 116 Meter hoch. Die höchste öffentlich zugängliche Aussichtsplattform befindet sich in etwa 276 Metern Höhe.
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Zwischen den Etagen unterscheiden sich Aussicht, Atmosphäre und Angebot deutlich. Während die unteren Ebenen wesentlich mehr Platz bieten, wird die Fläche nach oben zunehmend kleiner. Besonders von der zweiten Etage und der Spitze eröffnet sich ein weitreichender Blick über Paris.
Erste Etage auf rund 57 Metern
Die erste Etage verfügt über eine Fläche von mehr als 4.000 Quadratmetern und ist damit die größte Besucherebene des Turms. Neben Aussichtspunkten befinden sich dort gastronomische Angebote, Ausstellungsbereiche und Informationen zur Geschichte des Bauwerks.
Zu den auffälligsten Elementen gehört der teilweise transparente Boden. Er ermöglicht einen direkten Blick auf die Konstruktion und den Bereich unterhalb der Plattform. Auf dieser Etage befindet sich außerdem Madame Brasserie.
Zweite Etage auf rund 116 Metern
Die zweite Etage gilt für viele Besucher als besonders guter Aussichtspunkt. Durch die geringere Entfernung zum Boden bleiben einzelne Gebäude, Straßen und Sehenswürdigkeiten gut erkennbar. Gleichzeitig liegt die Plattform hoch genug, um einen weiten Überblick über das Pariser Stadtgebiet zu ermöglichen.
Auf dieser Ebene befindet sich zudem das Restaurant Le Jules Verne. Die zweite Etage kann sowohl mit dem Aufzug als auch über die Treppen erreicht werden.
Spitze und Aussichtsplattform auf 276 Metern
Die obere Besucherebene liegt auf ungefähr 276 Metern. Die tatsächliche Turmspitze mit Antenne befindet sich deutlich darüber und ist nicht öffentlich zugänglich.
Von der Aussichtsplattform reicht der Blick bei guten Wetterbedingungen weit über Paris und das Umland. Auf der Spitze befinden sich außerdem historische Bereiche rund um Gustave Eiffel sowie die Champagner-Bar. Der Zugang erfolgt von der zweiten Etage mit einem separaten Aufzug.
Eintrittspreise für den Eiffelturm
Die Eintrittspreise richten sich danach, welche Etage besucht wird und ob der Aufstieg mit dem Aufzug oder teilweise über die Treppen erfolgt. Zusätzlich gelten ermäßigte Tarife für jüngere Besucher sowie für Menschen mit entsprechendem Nachweis.
Mit Stand August 2026 kostet ein Erwachsenenticket für die zweite Etage mit dem Aufzug 23,50 Euro. Für den vollständigen Aufstieg bis zur Spitze mit den Aufzügen werden 36,70 Euro berechnet.
| Ticket | Erwachsene | 12 bis 24 Jahre | 4 bis 11 Jahre |
|---|---|---|---|
| 2. Etage mit Aufzug | 23,50 Euro | 11,80 Euro | 6,00 Euro |
| Spitze mit Aufzügen | 36,70 Euro | 18,40 Euro | 9,20 Euro |
| 2. Etage über die Treppe | 14,80 Euro | 7,40 Euro | 3,80 Euro |
| Treppe bis 2. Etage, danach Aufzug zur Spitze | 28,00 Euro | 14,00 Euro | 7,00 Euro |
Kinder unter vier Jahren erhalten freien Eintritt, benötigen jedoch ebenfalls ein entsprechendes Freiticket. Da Preise angepasst werden können, ist vor einem geplanten Besuch die aktuelle Tarifübersicht der offiziellen Eiffelturm-Seite maßgeblich.
Öffnungszeiten und beste Besuchszeit
Der Eiffelturm ist grundsätzlich täglich geöffnet. Die konkreten Öffnungszeiten unterscheiden sich jedoch je nach Jahreszeit, Wochentag, Besucheraufkommen und möglichen Sonderregelungen. In den Sommermonaten sind längere Öffnungszeiten üblich, sodass Besichtigungen bis spät in den Abend möglich sind.
Die Betreiber veröffentlichen für einzelne Tage einen Kalender mit den jeweils geltenden Zeiten. Diese Tagesübersicht ist verlässlicher als pauschale Öffnungszeiten, da sich einzelne Zeiten auch kurzfristig verändern können. Bei starkem Wind, ungünstigen Wetterbedingungen oder besonders hohem Besucheraufkommen kann der Zugang zur Spitze vorübergehend eingeschränkt werden.
Tickets im Voraus oder vor Ort kaufen?
Eintrittskarten werden sowohl online als auch an den Kassen des Eiffelturms verkauft. Ein vorab gebuchtes Ticket mit Zeitfenster erleichtert die Planung und reduziert das Risiko, dass die bevorzugte Besuchszeit bereits ausgebucht ist.
Auch bei einem festen Zeitfenster bleiben Sicherheitskontrollen notwendig. Für diese Kontrollen sollte zusätzliche Zeit eingeplant werden. Wer spontan kommt, kann ebenfalls Tickets vor Ort erwerben, muss allerdings je nach Saison und Tageszeit mit längeren Wartezeiten rechnen.
Restaurants im Eiffelturm
Die gastronomische Ausstattung hat sich im Laufe der Jahre mehrfach verändert. Deshalb sind ältere Reiseführer und Webseiten teilweise nicht mehr aktuell. Das frühere Restaurant 58 Tour Eiffel auf der ersten Etage existiert unter diesem Namen nicht mehr. Heute befindet sich dort Madame Brasserie.
Madame Brasserie auf der ersten Etage
Madame Brasserie liegt auf der ersten Etage des Eiffelturms. Das Restaurant verbindet zeitgenössische französische Küche mit dem Blick auf Paris, die Seine und den Trocadéro. Verantwortlich für das gastronomische Konzept ist der französische Koch Thierry Marx.
Das Restaurant kann unabhängig von einem klassischen Besichtigungsticket reserviert werden. Dadurch ist ein Restaurantbesuch auch für Gäste möglich, die nicht sämtliche Aussichtsebenen des Turms besuchen möchten.
Le Jules Verne auf der zweiten Etage
Das Le Jules Verne befindet sich auf der zweiten Etage in rund 125 Metern Höhe und zählt zu den bekanntesten Restaurants von Paris. Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant wird von Frédéric Anton geführt und bietet gehobene französische Küche.
Eigene Aufzüge ermöglichen den Restaurantzugang unabhängig vom normalen Besucherstrom. Aufgrund der begrenzten Plätze und der internationalen Bekanntheit ist eine frühzeitige Reservierung üblich.
Champagner-Bar an der Spitze
Auf der höchsten Besucherebene befindet sich eine kleine Champagner-Bar. Sie gehört zu den gastronomischen Angeboten des Turms und verbindet Getränke mit dem Panorama aus rund 276 Metern Höhe. Zusätzlich gibt es auf mehreren Ebenen kleinere Verkaufsstellen für Snacks und Getränke.
Der Eiffelturm als Sendeturm
Dass der Eiffelturm heute noch steht, hängt eng mit seiner technischen Nutzung zusammen. Ursprünglich sollte das Bauwerk nach ungefähr 20 Jahren wieder entfernt werden. Wissenschaftliche Experimente und insbesondere die Entwicklung der Funktechnik machten den Turm jedoch zunehmend wertvoll.
Bereits 1898 wurden erste Funksignale vom Eiffelturm zum Panthéon übertragen. Später folgten militärischer Funk, öffentliche Radiosendungen und Fernsehen. Dadurch entwickelte sich die Konstruktion zu einem wichtigen Standort für Kommunikationstechnik.
Radio und Fernsehen vom Eiffelturm
Die technische Nutzung wurde im 20. Jahrhundert kontinuierlich erweitert. Im Jahr 1925 begann eine regelmäßige öffentliche Radioausstrahlung. Ab den 1930er-Jahren wurde der Turm zunehmend für das Fernsehen genutzt.
Heute befinden sich nach Angaben der Betreibergesellschaft rund 120 Antennen am Eiffelturm. Über die Anlagen werden unter anderem zahlreiche Radio- und Fernsehprogramme ausgestrahlt. Die Sendeeinrichtungen erklären zugleich, warum sich die Gesamthöhe des Bauwerks seit 1889 mehrfach verändert hat.
Warum sollte der Eiffelturm ursprünglich wieder abgebaut werden?
Der Bau des Eiffelturms war zunächst nicht als dauerhaftes Projekt vorgesehen. Gustave Eiffel erhielt eine Konzession, die ihm eine Nutzung des Turms für 20 Jahre ermöglichte. Nach Ablauf dieses Zeitraums hätte das Bauwerk grundsätzlich wieder entfernt werden können.
Eiffel arbeitete deshalb früh daran, einen praktischen und wissenschaftlichen Nutzen nachzuweisen. Meteorologische Messungen, physikalische Versuche und insbesondere die Funktechnik machten den Turm für Forschung, Kommunikation und Militär zunehmend interessant.
Die Nutzung für drahtlose Übertragungen erwies sich schließlich als besonders wertvoll. Die Konzession wurde verlängert und der geplante Abriss blieb aus. Damit trug ausgerechnet die Technik entscheidend dazu bei, dass das spätere Wahrzeichen von Paris erhalten blieb.
Farbe und Wartung des Eiffelturms
Eisenkonstruktionen benötigen einen dauerhaften Schutz vor Korrosion. Der Anstrich des Eiffelturms erfüllt deshalb nicht nur eine gestalterische Aufgabe, sondern schützt das Metall vor Witterungseinflüssen.
In den ersten 136 Jahren seines Bestehens wurde der Turm insgesamt 20 Mal neu gestrichen. Das entspricht im Durchschnitt ungefähr einem neuen Anstrich alle sieben Jahre. Für eine vollständige Beschichtung werden rund 60 Tonnen Farbe benötigt.
Der Eiffelturm war nicht immer braun
Die Farbe des Turms hat sich seit der Bauzeit mehrfach verändert. Während der Montage 1887 und 1888 war die Konstruktion zunächst in einem venezianischen Rot gestrichen. Später folgten Rotbraun, Ockerbraun, Gelb und verschiedene Brauntöne.
Im Zuge der jüngsten großen Anstricharbeiten kehrte der Turm zu einem gelbbraunen Farbton zurück, den Gustave Eiffel bereits 1907 ausgewählt hatte. Die Farbe wird in unterschiedlichen Abstufungen aufgetragen, damit der Turm aus der Entfernung möglichst einheitlich erscheint.
Sicherheitskontrollen rund um den Eiffelturm
Aufgrund der hohen Besucherzahlen gelten rund um das Wahrzeichen umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen. Bereits vor dem Zugang zum Vorplatz erfolgen Kontrollen. Taschen und mitgeführte Gegenstände können überprüft werden.
Große Gepäckstücke dürfen nicht mit auf den Eiffelturm genommen werden. Eine Gepäckaufbewahrung befindet sich direkt am Bauwerk nicht. Auch Tiere sind grundsätzlich nicht zugelassen; ausgenommen sind entsprechend anerkannte Assistenz- beziehungsweise Blindenführhunde.
Einzelne Bereiche können aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen werden. Das betrifft insbesondere die Spitze bei starkem Wind oder ungünstigen Wetterbedingungen.
Beleuchtung und Funkeln bei Nacht
Nach Einbruch der Dunkelheit gehört die Beleuchtung zu den bekanntesten Ansichten des Eiffelturms. Das Bauwerk erhält eine goldene Grundbeleuchtung, während sich das Leuchtfeuer an der Spitze über Paris dreht.
Zusätzlich funkelt der Turm zu Beginn jeder vollen Stunde für ungefähr fünf Minuten. Das Schauspiel beginnt nach Eintritt der Dunkelheit und findet grundsätzlich bis zur nächtlichen Abschaltung beziehungsweise Schließung statt.
Die heute bekannte funkelnde Beleuchtung besteht aus Tausenden Lichtpunkten und hat sich zu einem festen Bestandteil des nächtlichen Pariser Stadtbildes entwickelt.
Wie viele Menschen besuchen den Eiffelturm?
Der Eiffelturm zählt seit seiner Eröffnung zu den großen Publikumsmagneten von Paris. Schon während der Weltausstellung 1889 kamen fast zwei Millionen Menschen auf den damals vollkommen neuartigen Aussichtsturm.
Heute liegen die jährlichen Besucherzahlen meist bei deutlich mehr als sechs Millionen. Nach Angaben der Betreibergesellschaft SETE wurden 2023 rund 6,32 Millionen Besuche registriert. Im Jahr 2024 waren es etwa 6,29 Millionen, 2025 stieg die Zahl auf rund 6,74 Millionen.
Damit gehört der Eiffelturm weiterhin zu den meistbesuchten kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten der Welt. Die hohe Nachfrage erklärt zugleich, warum insbesondere während Ferienzeiten, an Wochenenden und bei gutem Wetter längere Wartezeiten entstehen können.
Der Eiffelturm als Symbol von Paris
Kaum ein Bauwerk ist international so eng mit einer Stadt verbunden wie der Eiffelturm mit Paris. Dabei war die Konstruktion bei ihrer Entstehung keineswegs unumstritten. Zahlreiche Künstler, Schriftsteller und Architekten kritisierten das Projekt und betrachteten den riesigen Metallturm als Fremdkörper im historischen Stadtbild.
Diese Wahrnehmung änderte sich grundlegend. Aus dem zunächst umstrittenen Bauwerk entwickelte sich eines der bekanntesten Symbole Frankreichs. Der Eiffelturm taucht seit Jahrzehnten in Filmen, Fotografien, Kunstwerken, Werbung und Literatur auf und ist heute ein fester Bestandteil der kulturellen Identität von Paris.
Auch touristisch besitzt der Turm große wirtschaftliche Relevanz. Millionen Besucher verbinden eine Reise nach Paris mit einer Besichtigung des Bauwerks oder zumindest einem Aufenthalt in dessen Umgebung. Hotels, Gastronomie, Einzelhandel und zahlreiche weitere touristische Angebote profitieren von der internationalen Anziehungskraft des Wahrzeichens.
Häufige Fragen zum Eiffelturm
Rund um Höhe, Bauweise und Besuch des Pariser Wahrzeichens tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf. Viele ältere Angaben im Internet sind inzwischen überholt, insbesondere wenn noch von einer Gesamthöhe von 324 Metern oder vom Restaurant 58 Tour Eiffel die Rede ist.
Wie hoch ist der Eiffelturm aktuell?
Der Eiffelturm ist seit der Installation einer neuen Antenne im Jahr 2022 insgesamt 330 Meter hoch. Die öffentlich zugängliche obere Aussichtsplattform liegt deutlich darunter auf ungefähr 276 Metern.
Wie hoch war der Eiffelturm ursprünglich?
Bei seiner Fertigstellung im Jahr 1889 betrug die Gesamthöhe 312 Meter. Durch zusätzliche Radio- und Fernsehantennen wuchs das Bauwerk später zunächst auf mehr als 320 Meter, anschließend auf 324 Meter und schließlich auf die heutigen 330 Meter.
Wann wurde der Eiffelturm gebaut?
Die Bauarbeiten begannen am 26. Januar 1887. Am 31. März 1889 war die Konstruktion fertiggestellt. Die gesamte Bauzeit betrug zwei Jahre, zwei Monate und fünf Tage.
Wer hat den Eiffelturm entworfen?
Die grundlegende Konstruktion wurde von den Ingenieuren Maurice Koechlin und Émile Nouguier aus Gustave Eiffels Unternehmen entwickelt. Der Architekt Stephen Sauvestre überarbeitete die Gestaltung. Gustave Eiffel förderte das Projekt, führte es mit seinem Unternehmen zum Erfolg und wurde zum Namensgeber des Bauwerks.
Wie schwer ist der Eiffelturm?
Die reine Metallkonstruktion wiegt rund 7.300 Tonnen. Unter Einbeziehung der übrigen Bestandteile liegt das Gesamtgewicht bei ungefähr 10.100 Tonnen.
Wie hoch sind die Etagen des Eiffelturms?
Die erste Etage befindet sich auf ungefähr 57 Metern, die zweite auf etwa 116 Metern. Die höchste für Besucher zugängliche Plattform liegt in rund 276 Metern Höhe.
Wie viele Nieten wurden beim Eiffelturm verwendet?
Die Konstruktion besteht aus 18.038 Metallteilen, die mit rund 2,5 Millionen Nieten miteinander verbunden wurden.
Wie viele Besucher kommen jährlich auf den Eiffelturm?
Die Zahl schwankt von Jahr zu Jahr. Im Jahr 2025 wurden rund 6,74 Millionen Besucher gezählt. Damit gehört der Eiffelturm weiterhin zu den meistbesuchten kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten weltweit.
Welche Restaurants befinden sich im Eiffelturm?
Auf der ersten Etage befindet sich Madame Brasserie unter der gastronomischen Leitung von Thierry Marx. Auf der zweiten Etage liegt das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant Le Jules Verne von Frédéric Anton. Auf der Spitze gibt es zusätzlich eine Champagner-Bar.
Gibt es das Restaurant 58 Tour Eiffel noch?
Nein. Das frühere Restaurant 58 Tour Eiffel existiert unter diesem Namen nicht mehr. An seinem Standort auf der ersten Etage befindet sich heute Madame Brasserie.
Kann der Eiffelturm schwanken?
Ja, allerdings nur geringfügig. Wind und Sonneneinstrahlung können leichte Bewegungen der Konstruktion verursachen. Durch die unterschiedliche Erwärmung der Turmseiten bewegt sich die Spitze an sonnigen Tagen geringfügig. Diese Bewegungen wurden bei der Konstruktion berücksichtigt und stellen im normalen Betrieb kein ungewöhnliches Verhalten dar.
Wie oft wird der Eiffelturm gestrichen?
Seit seiner Errichtung wurde der Eiffelturm durchschnittlich ungefähr alle sieben Jahre neu gestrichen. Bis heute fanden 20 große Anstrichkampagnen statt. Eine vollständige Beschichtung benötigt rund 60 Tonnen Farbe.
Warum wurde der Eiffelturm nicht nach 20 Jahren abgerissen?
Ursprünglich war nur eine begrenzte Nutzungsdauer vorgesehen. Wissenschaftliche Experimente und insbesondere der große Nutzen für Funk und Telekommunikation machten das Bauwerk jedoch so wertvoll, dass es erhalten blieb. Aus einem temporären Ausstellungsbau wurde auf diese Weise eines der dauerhaft bekanntesten Wahrzeichen Frankreichs.