Der Balkon ist der Deutschen Liebling! Er bringt Sonne, frische Luft, Entspannung und natürlich damit einhergehend jede Menge tolle Sommererlebnisse. Allerdings kann die Feuchtigkeit, welche stets auf den Außenbereich trifft, auch Probleme mit sich bringen, besonders bei älteren Balkonen. Mit der Feuchtigkeit kommt im Winter auch das Eis. Dieses hinterlässt Risse in Beton, Fugen und Fliesen, was nicht nur der Optik schadet, sondern längerfristig auch zu weiteren Folgeschäden führt. Eine Balkonsanierung sollte also rechtzeitig durchgeführt werden, ansonsten kann es später sehr teuer werden.
Auswirkungen von Schäden ohne eine Balkonsanierung
Fast immer beginnen die Schäden mit kleinen Rissen. In diese kann die Feuchtigkeit eindringen und dort zu weiterer Aufsprengung und der Durchnässung von darunter liegenden Schichten führen. Besonders durch Eisbildung des eingedrungenen Wassers im Winter bekommt dieses immense Kraft durch den entstehenden Druck.
Die Gefahr liegt hier nicht in erster Linie in der unschönen Optik oder der Beschädigung der oberen Schichten, sondern in einer längerfristigen Zerstörung der tragenden Unterkonstruktion – in aller Regel handelt es sich dabei um Beton. In der Folge kann der Schaden weiter auf die Fassade übergreifen und dort in das Mauerwerk oder die Dämmung eindringen und große Schäden an der Substanz anrichten. Diese entstehen in den meisten Fällen nicht, weil die Risse und andere Schadensanzeichen nicht bemerkt, sondern schlicht ignoriert werden, meist durch Unwissenheit über die Folgen oder Angst gegenüber den entstehenden Kosten einer Balkonsanierung.
Vorgehen bei der Balkonsanierung
Hauptziel bei einer Balkonsanierung ist also das Verschließen von Öffnungen, die durch Witterungsschäden entstanden sind. Zusätzlich können Ablaufmöglichkeiten für Wasser geschaffen werden, sofern diese noch nicht ausreichend definiert vorhanden sind. Dafür eignen sich etwa Drainagesysteme für den Balkon, die in Baumärkten oder im Internet von zahlreichen Herstellern angeboten werden. Es gibt Systeme, die speziell für die Balkonsanierung ausgelegt sind und durch die sich der Arbeitsaufwand deutlich reduziert.
Übrigens: Eine Ablaufmöglichkeit für Wasser kann auch in Form eines Daches auf dem Balkon installiert werden. Dafür gibt es im Handel unter anderem Trapezbleche, die man sogar ganz einfach selbst montieren kann.
Nach der Sanierung: Den Balkon verschönern und Privatsphäre schaffen
Ist der Balkon schon einmal saniert worden, soll er natürlich auch hinsichtlich der Dekoration in neuem Glanz erstrahlen. Wer sich einmal Gedanken über den eigenen Balkon macht und sich einen Tag Zeit nimmt, um diese kreativen Ideen zur Verschönerung umzusetzen, der wird vom Ergebnis überrascht sein. Auch aus kleinen Außenbereichen kann ein tolles Kleinod geschaffen werden, zum Beispiel durch eine neue Balkonverkleidung. Diese dient auch gleichzeitig als Sichtschutz.
Zahlreiche Materialien bieten sich hier als Sichtschutz an, u a. Stoff, Kunststoffabdeckungen, Metall und Bambus. Bambus oder auch andere natürliche Materialien bringen dabei ein natürlicheres Flair auf den Balkon, haben aber eine geringere Lebensdauer als synthetische Produkte.
Alle genannten Materialien können im Internet oder in Baumärkten gekauft werden. In der Regel handelt es sich bei Stoff um Rollenware, die pro Meter bezahlt und genau auf die passende Länge zugeschnitten. Es gibt aber auch fertige Abschnitte, z. B. bei Schilfmatten, die bereits passend vorgeschnitten sind. Unterschieden werden beim Sichtschutz muss zwischen Lösungen, die direkt am Geländer angebracht sind, und denjenigen, welche auch die Wand oberhalb der Geländerkante abdecken. Mit Letztgenannten ist man perfekt vor seitlichen Blicken geschützt. Falls eine Überdachung des Balkons oder ein weiterer, darüber liegender Balkon vorhanden ist, besteht mittels spezieller Rollos auch die Möglichkeit, den gesamten Balkonbereich blickdicht zu machen.
Die Preise sind nicht nur von der Größe, sondern auch vom Material und ggf. vom Muster abhängig. Kleinere Elemente aus einfachem Synthetik-Material bekommt man schon für wenige Euro, das breite Mittelfeld liegt zwischen 20 und 50 EUR pro Quadratmeter abzudeckender Fläche. Hinzu kommt entsprechendes Montagematerial.












